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Projektbeschreibung
Weingartenbegrünungen zur Förderung der Artenvielfalt
Eine zentrale Rolle in der Erreichung der Projektziele spielen Weingartenbegrünungen. In Demonstrationsversuchen werden im Projekt entwickelte, standortgerechte, arten- und blütenreiche Begrünungsmischungen angebaut. Sie dienen zur Verbesserung des Bodens, zur Förderung von Nützlingen für die natürliche Schädlingsbekämpfung sowie für die Wiedereinbürgerung gefährdeter Arten der Roten Liste. Anhand von Indikatorgruppen für allgemeine Artenvielfalt (Schmetterlinge) und funktionelle Biodiversität (Laufkäfer, Raubmilben) wird ihre Wirksamkeit überprüft. Auch die Zikaden als potentielle Überträger der Schwarzholzkrankheit der Rebe werden untersucht. Die Begrünungsmischungen werden so zusammengestellt, dass sie Wirtspflanzen des Stolbur phytoplasma (v.a. Ackerwinde) möglichst unterdrücken.
Managementkonzepte zur Pflege von Randzonen
Die Übergangsbereiche und Saumbiotope von Weingärten zu Hecken, Waldrändern, Trockenrasen und Böschungen sind besonders artenreich. Zur naturschutzgerechten Pflege dieser Bereiche sowie Weingartenbrachen werden Managementkonzepte entwickelt und erprobt.
Alternativen zu chemischen Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln
Als Möglichkeit, chemische Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln zu ersetzen, werden alternative biologische Verfahren erprobt und begleitende Forschung hierzu durchgeführt. So wird z.B. die Verwirrmethode gegen Traubenwickler besser bekannt gemacht und ihre Anwendung durch begleitende Untersuchungen unterstützt.
Bewusstseinsbildung zum Natur- und Umweltschutz
Die Projektinhalte fließen in einen im Rahmen des Projekts zu erstellenden Ausbildungskurs für nachhaltigen Weinbau ein. Es werden Kursinhalte zu den Themen Bodenbearbeitung, Pflanzenernährung und Stickstoff-Management, Begrünungs-Management, Pflanzenschutz, funktionelle Biodiversität und Naturschutz erarbeitet. Diese werden praxisnah in Feldtagen und Seminaren kostenlos an die WeinhauerInnen und andere umweltinteressierte Zielgruppen weitergegeben.
Attraktive, grenzüberschreitende Weinbaulandschaften
In den Seminaren und Exkursionen sowie über Informationsmaterialien werden Ergebnisse zur Attraktivitätssteigerung der Weinbaulandschaft für Naherholung und Ökotourismus und Kenntnisse über die Grundlagen eines multifunktionellen und ökologischen Weinbaus vermittelt und verbreitet. PR-Aktivitäten und eine zweisprachige Homepage tragen zur Bedeutung des grenzüberschreitenden und umweltschonenden Weinbaus in der Landeskultur bei.




