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Klimaschutz

Radweg-Hinweisschild c) Karin Zauner

Die Wiener Stadtregierung hat sich in der Klimapolitik zum Ziel gesetzt, die Emissionen von Treibhausgasen erheblich zu reduzieren. Um das zu erreichen, haben mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus mehr als 150 Abteilungen und Institutionen der Stadt das Wiener Klimaschutzprogramm KliP I ausgearbeitet, das konkrete Maßnahmen für die Handlungsfelder Fernwärme und Stromerzeugung, Wohnen, Betriebe, Mobilität, Stadtverwaltung enthält.

Am 1. Dezember 2009 wurde das Klimaschutzprogramm II im Wiener Gemeinderat beschlossen. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen pro Kopf im Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 um minus 21 Prozent zur reduzieren. Diese Einsparung entspricht 1,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr. Erreicht werden soll dieses Ziel im Wesentlichen durch Maßnahmen wie die Erhöhung des Fernwärme-Anteils auf 50 Prozent, durch die Forcierung der thermischen Gebäudesanierung, durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bei gleichzeitiger Reduktion des Autoverkehrs, sowie durch die Attraktivierung des Fuß- und Radverkehrs, Energiesparen und durch den Umstieg auf Erneuerbare Energieträger.

Ökologische Beschaffung

Vor allem im städtischen Bereich des Einkaufes ist Klimaschutz ein wesentlicher Faktor. So wurden im Rahmen des magistratsinternen Projektes „ÖkoKauf Wien“ Richtlinien für die Beschaffung von Waren ausgearbeitet. Die Stadt kauft beispielsweise möglichst wenig Verpackung, phosphat- und formaldehydfreie Waren, kein PVC, keine Chlorbleiche, keine aggressiven Reinigungsmittel, keine Tropenhölzer.

Klimaschutzprogramm sichert Arbeitsplätze

Die in Wien gesetzten Klimaschutzmaßnahmen sind auch ein bedeutendes Wirtschaftspaket. Die Evaluierung von KliP I hat bereits deutlich gezeigt: Allein zwischen 1999 und 2008 wurden Investitionen in der Höhe von rund 11 Mrd. Euro ausgelöst, der Wertschöpfungseffekt betrug sogar rund 25 Mrd. Euro. Das Klip I hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, es hat rund 56.600 Arbeitsplätze gesichert - das sind 7 Prozent der in Wien unselbständig Beschäftigten.