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Landwirtschaft in Wien

c) net efekt, flickr.com

Wien ist heute noch stark von der Landwirtschaft geprägt. Knapp die Hälfte der 415 km² Stadtfläche ist bebaut, die andere Hälfte sind Grün- und Freiflächen. 16 Prozent der Stadtfläche wird landwirtschaftlich genutzt. 

Ackerbau in Wien

Der Großteil der Wiener Landwirtschaftsflächen - insgesamt 7 991 Hektar (Statistik Austria 2007) - sind Äcker (5 310 Hektar).

  • 2.994 Hektar Getreideanbau
  • 227 Hektar für Körnerleguminosen (Linse, Bohnen, Körnererbsen)
  • 345 Hektar Hackfrüchte (Zuckerrüben, Kartoffel)
  • 286 Hektar Ölfrüchte
  • 186 Hektar Raps
  • 44 Hektar Wechselwiese, Ackerweiden
  • 34 Hektar Erdbeeren
  • 33 Hektar Sonnenblumen
  • 24 Hektar Sojabohnen
  • 14 Hektar Luzerne
  • 12 Hektar Silomais
  • 8 Hektar Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen
  • 8 Hektar Kleegras

Der Ackerbau wird am Südrand (10. Bezirk) und im Norden und Osten der Stadt (21. und 22. Bezirk) betrieben. Der Erwerbsgartenbau ist im 11. und 22. Bezirk konzentriert, während sich die Weingärten an den Hängen des Kahlenbergs und Nußbergs sowie am Fuß des Bisambergs erstrecken.

In Wien gibt es  699 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, in denen im Jahr 2007 3.541 Menschen gearbeitet haben (Statistik Austria,  PDF Agrarstrukturerhebung 2007). Der größte Landwirtschaftsbetrieb in Wien ist mit Abstand der stadteigene - mit 2.500 Hektar Ackerfläche und 35 Hektar Rebfläche. Dieser Betrieb wird sukzessiv auf Biolandbau umgestellt und ist ein Teil der Magistratsabteilung 49 ( Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb).

Gemüsehauptstadt Wien

Gemüse Foto: thebittenword, flickr.com
In Wien wird sehr viel Gemüse angebaut c) thebittenword, flickr.com

Die Wiener Betriebe könnten die BewohnerInnen der Stadt zu 100 Prozent mit frischem Gemüse versorgen und noch 40 Prozent des Bedarfes in anderen Bundesländern abdecken. Sie produzieren insgesamt 18.000 Tonnen Paradeiser pro Jahr. 35 Millionnen Stück Gurken kommen aus Wien, genauso wie 24 Millionen Stück Paprika, sieben Millionen Salathäuptel und fünf Millionen Bund Radieschen. Immer häufiger wird Gemüse aus Wien nach der Herkunft gekennzeichnet. Wo eine derartige Kennzeichnung drauf ist, ist auch keine Gentechnik drin.

Weinbau in Wien

Weinbau hat in Wien Tradition c) zest-pk, flickr.com

Rund 330 Weinbauern produzieren 2 bis 2,5 Millionen Liter Wein im Jahr. Die Hauptsorten sind beim Weißwein: Grüner Veltliner, Rheinriesling, Weißburgunder, Chardonnay und Welschriesling; beim Rotwein: Blauer Zweigelt, Blauer Burgunder, Blauburger, Cabernet Sauvignon und St. Laurent. Eine Wiener Weißwein-Spezialität ist der "Gemischte Satz", wofür im Weingarten gemischt ausgepflanzte Weinsorten gemeinsam gelesen und zu einem fruchtigen und spritzigen Wein vergoren werden. Der Großteil des Wiener Weins wird direkt an die Konsumenten verkauft, vor allem beim weltberühmten Wiener Heurigen. Der Name kommt vom besonders spritzigen, leichten und fruchtigen "Heurigen Wein" der letzten Ernte. Mehr als 140 der Wiener Weinbaubetriebe haben einen Heurigen angeschlossen. Der klassische Wiener Heurige schenkt ausschließlich Wein aus eigenem Anbau aus. Die Stadt Wien hat ein eigenes Weingut, das Weingut Wien Cobenzl.

Viehhaltung

Fiakergespann auf der Prater Hauptallee Foto: Karin Zauner
Durch die Fiaker gibt es an die 200 Pferde in Wien c) ZK

Von 699 Betrieben haben in Wien nur 43 Nutztiere (Agrarstrukturerhebung Statistik Austria 2007). Im Jahr 2007 waren es

  • 199 Pferde
  • 48 Rinder
  • 241 Schweine
  • 208 Schafe
  • 93 Ziegen
  • 1011 Hühner
  • 91 Enten
  • 58 Gänse
  • 22 Truthähne