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Biodiversitäts-Monitoring der Begrünungen: alles was da kreucht und fleucht...

11.08.2010  
Auteur : Zauner

Im Mai 2010 wurde das Monitoring der Biodiversität im Begrünungsversuch Falkenberg/Bisamberg gestartet, mit dem Ziel, die Auswirkungen der von Bio Forschung Austria entwickelten Begrünungsmischung auf ausgewählte Tiergruppen zu erfassen.

Von Mai bis September wurden Laufkäfer mittels Bodenfallen gefangen. Laufkäfer sind Bioindikatoren für den Einfluß von Bewirtschaftungssystemen. Sie ernähren sich räuberisch u.a. von Schadinsekten und werden daher stellvertretend für die sogenannte funktionelle Biodiversität, d.h. der aus landwirtschaftlicher Sicht nützlichen Artenvielfalt untersucht. Zur funktionellen Biodiversität zählen weiters die Raubmilben als Gegenspieler der im Weinbau schädlichen Kräusel-, Pocken- und Spinnmilben. Ende Juni wurde der Raubmilbenbesatz durch Abwaschen von zufällig verteilten Weinblättern mit Alkohol untersucht.

Als Bioindikatoren für die allgemeine Artenvielfalt wurden Tagschmetterlinge im Begrünungsversuch Falkenberg zwischen Ende April und August untersucht. Sie sind sensible Bioindikatoren für die Art der Weingartenbewirtschaftung, da sie einerseits extrem empfindlich auf die Insektizide gegen Traubenwickler reagieren, andererseits auf Begrünungen mit Wirtspflanzen für Raupen angewiesen sind.

Stellvertretend für die Auswirkungen der Begrünungen auf potentiell schädliche Insekten wurden im Versuch Falkenberg die Zikaden vom Experten W. Tiefenbrunner (Bundesamt für Weinbau, Eisenstadt) zwischen Mai und September mit einem adaptierten Laubstaubsauger beprobt. Mehrere heimische Zikadenarten sind potentielle Überträger der Stolbur-Phytoplasmen (Erreger der Schwarzholzkrankheit) von krautigen Wirtspflanzen (zB. Ackerwinde) auf die Weinstöcke.