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Was heißt Bio?

Bio bedeutet schonender Umgang mit der Natur c) treehouse1977, flickr.com

Biolandbau (= biologische Landwirtschaft = ökologischer Landbau) ist die umwelt- und ressourcenschonendste Form, Land zu bewirtschaften. Zielsetzung im Biolandbau ist das Wirtschaften in Stoffkreisläufen. Ganzheitlich vernetztes Denken und ein möglichst geschlossener Betriebskreislauf sind die Basis für den Erfolg. Biologischer Landbau ist in einer EU-Verordnung (EWG) Nr. 834/2007 (pdf) geregelt und funktioniert im Wesentlichen nach folgenden Prinzipien:

Im Biolandbau wird darauf Wert gelegt, dass Futtermittel und Düngemittel möglichst aus dem eigenen Betrieb stammen und nicht zugekauft werden müssen. Durch die Kreislaufwirtschaft wird Energie am effizientesten genutzt. Ziel ist es,  dass Stoffe, die in der Bewirtschaftung anfallen - wie Kompost oder Wirtschaftsdünger (Mist, Jauche, Gülle) - wieder in den Kreislauf eingebracht werden. Durch das Ausbringen dieses natürlichen Düngers werden Bodennährstoffe aktiviert. Der Einsatz von Fremdenergie ist im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft geringer, was ökologisch und wirtschaftlich vorteilhaft ist.

Durch organische Düngemittel, schonende Bodenbearbeitung und Verzicht auf Pflanzenschutzmittel werden die Bodenlebewesen gefördert und die Bodenfruchtbarkeit verbessert.

Auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leichtlösliche, mineralische Dünger verzichtet der Biolandbau. Das spart Energie und schont Wasser, Luft, Boden und schützt das Klima.

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Monokulturen sind anfällig für Schädlinge. Eine hohe Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren stabilisiert das Ökosystem. Durch an den Standort angepasste Pflanzensorten und Tierrassen, durch das Fördern von Nützlingen und durch einen belebten Boden kommt es zu keinem Überhandnehmen von Unkräutern, Krankheiten und Schädlingen.

Biolandbau trägt im Gegensatz zu konventionellen Landwirtschaft (Monokulturen) zu einer diversifizierten Landschaft bei.

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Die Tiere erhalten auf einem Bio-Bauernhof viel Platz, können sich frei bewegen und werden mit hochwertigem Futter - möglichst vom eigenen Hof - artgerecht ernährt. Ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit wird sehr große Beachtung geschenkt. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft werden nicht mehr Tiere gehalten, als von den betriebseigenen Flächen ernährt werden können. Tiere sollen nur in jenen Regionen gehalten werden, wo sie auch gefüttert werden können. Damit werden Transportkosten gespart und Nährstofftransporte weitgehend vermieden. 

Bio = Hochwertige Lebensmittel

Gesunder Boden - gesunde Pflanzen und Tiere - hochwertige, schadstofffreie Lebensmittel - gesunder Mensch. That`s it!

Der Einsatz von Gentechnik ist bei Bio-Produkten auf keiner Produktions- und Verarbeitungsstufe zulässig. Das bedeutet beispielsweise auch, dass die Tiere keine gentechnisch veränderten Futtermittel erhalten dürfen und dass auch verwendete Zusatzmittel nicht gentechnisch verändert sein dürfen.

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Der Weg der Biolebensmittel wird streng kontrolliert und dokumentiert. Bio-Bauern, Bio-Händler und Bio-Verarbeiter werden mindestens einmal jährlich unangemeldet durch staatlich autorisierte Prüfstellen (Bio-Kontrollstellen) beziehungsweise von der österreichischen Lebensmittelbehörde überprüft. Bio-Prüfzeichen bieten dem Konsumenten Sicherheit.

Durch biologische Landwirtschaft werden jährlich Tausende Tonnen CO2 eingespart und zwar im Wesentlichen durch den Verzicht auf energieintensiven Dünger und chemischen Pflanzenschutz, durch den Aufbau gesunder Böden zur CO2-Bindung und durch Tierhaltung im ökologischen Kreislauf. Österreichs Biobauern sparen durch ihre ressourcenschonende Bewirtschaftungsweise Jahr für Jahr 180.000 Tonnen CO2 ein.

Äpfel aus Argentinien, Erdbeeren aus Spanien, Spargel aus Südafrika oder Knoblauch aus China - wir sind gewohnt, alle Lebensmittel das ganze Jahr konsumieren zu können. Kaum jemand denkt über die enormen Transportwege und den Energieverbrauch nach, die den Produkten anhaften. Anders ist es bei biologischen Lebensmitteln. Sie kommen aus der Region, die Transportwege sind kurz und die Qualität ist hochwertig.

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Bio-Lebensmittel sind solidarisch. Sie werden nicht auf Kosten zukünftiger Generationen oder durch die Ausbeutung natürlicher Ressourcen produziert. Durch den Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel, die teilweise mit hohem Energieaufwand hergestellt werden, reduziert Biolandbau CO2-Emissionen und schont das Klima.