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AGRISAN – ATCZ272

Kategorien:

Allgemein, Landwirte

 


Gesunde und trockenheitsangepasste Bewirtschaftung von Boden und Landschaft
Zdravá a suchu přizpůsobená péče o půdu a krajinu

    

 

Laufzeit: 10.2021 –12.2022

Projekt-Zusammenfassung

Spatenprobe (c) Bio Forschung Austria

Gesunde Böden sind eine wesentliche Voraussetzung für Klimaneutralität, eine saubere Kreislaufwirtschaft, die Umkehr des Verlusts an biologischer Vielfalt, die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln, den Schutz der menschlichen Gesundheit und die Eindämmung von Wüstenbildung und Bodendegradation, wie in der EU-Bodenstrategie festgehalten wird.
Die weltweit zunehmende Bodendegradation gefährdet alle diese Ziele.

In Österreich und Tschechien sind mehr als die Hälfte der Ackerflächen von Wasser- und Winderosion bedroht. Fruchtbarer Boden geht auch aufgrund von Humusverlust, Bodenverdichtung und Versauerung verloren. Daher müssen angemessene Maßnahmen ergriffen werden, um eine weitere Verschlechterung der Böden zu verhindern. Humusfördernde, Bodenstruktur, Wasseraufnahme und Wasserhaltefähigkeit verbessernde Bewirtschaftung wird immer wichtiger, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen.

 

Ziel des Projektes AGRISAN ist die Entwicklung einer einfachen und leicht interpretierbaren Bodenuntersuchungsmethode zur Bewertung von Änderungen der Bodenqualität und Bodengesundheit im Vergleich zum standorttypischen natürlichen Boden. Der Bodenvergleich erfolgt anhand von 6 Grundindikatoren der Bodenqualität bzw. Bodengesundheit und bewertet den Abstand der Hauptbodeneigenschaften, der sogenannten “Master Properties” (Kuzyakov & Zamanian, 2019) der landwirtschaftlich genutzten Böden vom Zustand des natürlichen Bodens.

Das Konzept der AGRISAN-Methode soll interessierte Anwender dazu motivieren, sich aktiv mit der Bewertung der eigenen Böden auseinanderzusetzen, daher wird ein großer Wert auf die Einfachheit und leichte Verständlichkeit der Methode gelegt.

Zusätzliche Aktivitäten, wie die Humusbilanzierung nach Kolbe an ausgewählten Standorten und die Erweiterung des „Begrünungskompass“, dienen der Absicherung der Methode sowie der Erstellung von Werkzeugen zur Unterstützung einer bodenschonenden Bewirtschaftung in der Praxis.

Die Projektergebnisse und die entwickelte Methode werden im Rahmen von Exkursionen, Seminaren und Kurzfilmen veröffentlicht.

 

 

Projektpartner:

Mendel University Brno (Leadpartner, Brünn, CZ),  Bio Forschung Austria (Wien, AT), ZERA (Namest nad Oslavou, CZ), Bundesamt für Wasserwirtschaft: Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt (Petzenkirchen, AT)

         

 

Strategische Partner (AT):
MA 22 – Wiener Umweltschutzabteilung
Niederösterreichische Agrarbezirksbehörde

  

 

 

Projektfinanzierung:
Das Projekt wird von der Europäischen Union durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Programms INTERREG V-A Österreich-Tschechien 2014-2020 kofinanziert.